Buch "Von der Dampflok zum ICE"

Nachricht: Besuch im Dampflokwerk Meiningen und im Eisenbahnmuseum Arnstadt

Die Vereinsfreunde Holger Hecht und Stefan Holtz haben am 05. April 2014 einen kleinen Vereinsausflug nach Thüringen durchgeführt.
Ausgangspunkt der Reise war dabei diesmal nicht Neubrandenburg, sondern Unterfranken. Unterfranken? Holger Hecht war in Bad Kissingen auf Urlaub und Stefan Holtz lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Lohr am Main. So wurde sich für den 05. April verabredet.

Das erste Ziel für den Tag war das Dampflokwerk in Meiningen. Dafür hieß es allerdings pünktlich aufstehen, da die dortige Führung bereits um 10 Uhr beginnen sollte und bis dahin noch knapp 130km Fahrtstrecke zurück gelegt werden mussten. Bereits vor halb zehn sammelten sich die ersten Interessierten vor dem Haupteingang des Dampflokwerks. Bei Beginn der Führung waren es dann etwa 30 Besucher. Zunächst wurde im Konferenzsaal ein Video zur Geschichte des Werkes gezeigt. Danach ging es endlich in die heiligen Hallen. An den verschiedenen Ständen waren einige Fahrzeuge in Arbeit: Die Meininger Hauslok 50 3501 stand zerlegt in Einzelteilen über die komplette Halle verteilt. An der einen Stelle stand der Rahmen, ein paar Stände weiter der Tender und in der Kesselschmiede fand sich letztlich auch noch der Kessel. Des Weiteren befindet sich zur Zeit die 99 2322 von der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli im Werk. Der Rahmen der Lok war aufgebockt und abgesehen vom Kessel komplett nackt. Von den Dampflokfreunden fränkische Schweiz befanden sich gleich zwei Fahrzeuge im Werk. Zum einen die Lok 4 eine Dampflok der Bauart "ELNA 6" und die V36 235. Außerdem befanden sich noch die Lok Graf Bismarck XV (98 8921) aus Krefeld, die ehemalige Denkmallok 92 739 aus Neustadt/Weinstraße, die Lok "Flinker Lothi" von der Parkeisenbahn im Freizeit-Park Finsterbergen und die Lok "Hellbrunn" der Salzburger Lokalbahn in der Halle. Im Freigelände konnten noch der Weltmeisterzug von 1954 (VT08 503/520) sowie die 52 7409 vom Eisenbahnmuseum Würzburg gesichtet werden. Im Ringlokschuppen befand sich noch die E 75 09, die beim Brand im Nürnberger Verkehrsmuseum am 17. Oktober 2005 schwer beschädigt wurde. Die Lok soll äußerlich aufgearbeitet werden. Nach knapp zwei Stunden war die Führung vorbei. Als Fazit bleibt für den filigranen Modellbahner die Erkenntnis, dass das eine ganz andere Welt ist: die Werkzeuge und Materialien sind um Dimensionen größer. Während für die Modelllok die Hand zum Hochheben reicht, kann mit dem 80 Tonnen Kran der Werkhalle nicht einmal eine ganze Schlepptenderlok gehoben werden!

Im Anschluss ging es weitere 70 Kilometer nordwärts nach Arnstadt ins dortige Eisenbahnmuseum. Das ehemalige Bahnbetriebswerk wurde ab 1992 stückweise zu einem Museum aufgebaut. Heute befinden sich mehrere Dampfloks und einige Dieselloks in dessen Besitz. Einzige betriebsfähige Dampflok ist die 95 027, die aber nicht im Musuem befindet, sondern an der Rübelandbahn für den Sonderzugverkehr vorgehalten wird. Da im BW keine besondere Veranstaltung stattfand, waren leider auch die Loks alle im Lokschuppen und nicht davor. Damit war das Fotografieren leider nur eingeschränkt möglich. Davon abgesehen machen die Sammlung und das BW selbst aber einen sehr gepflegten Eindruck.

Auf dem Rückweg wurde noch ein Zwischenstopp in Oberhof eingelegt. Nachdem die erste Zugkreuzung "erledigt" war, wollten wir noch auf die Zweite - ca. eine halbe Stunde später - warten. Während dieser Zeit zog dann ein kräftiges Gewitter mit Platzregen auf, so dass das Ganze zur Hängepartie wurde. Unter der Bahnhofsüberführung wartend wurden die Minuten gezählt. Der Regen ließ dann glücklicherweise doch noch etwas nach, so dass zumindest ein "Notschuss" auf die zwei Züge erfolgen konnte.

Alles in allem war es ein gelungener Tag, der uns die Eisenbahnen in Thüringen ein Stückchen näher gebracht hat.

Weitere Informationen:


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