Buch "Von der Dampflok zum ICE"

Nachricht: Abschied vom InterConnex

Es war Liebe ...

... war auf den Schildern im Frontfenster von Lok und Steuerwagen des X 68903 am 13. Dezember 2014 zu lesen. Diese Aussage kann man den Kollegen des InterConnex getrost abnehmen. Denn sie liebten "ihren" InterConnex, leisteten mit ihrer Freundlichkeit, Zuvorkommenheit und Sorge für die Reisenden hervorragende Arbeit. In vielen Gesprächen mit Reisenden war dies heraus zu hören. Nun ist die Reise beendet, der InterConnex Leipzig-Rostock-Warnemünde als letzter der Connex-Züge der Veolia-Verkehr ist endgültig Geschichte.

In diese schauen wir kurz zurück:
Der InterConnex Leipzig-Rostock wurde vom 1. März 2002 bis zum 13. Dezember 2014 als erster privatwirtschaftlicher Fernzug in Deutschland betrieben. Die Zahlen sind auf den ersten Blick beachtlich: 2012 wurden rund 400.000 Fahrgäste pro Jahr befördert. Der Betrieb sei nach damaligen Angaben von Veolia Verkehr seit mehreren Jahren wirtschaftlich profitabel gewesen. In den Anfangszeiten wurden rund 200.000 Reisende pro Jahr gezählt. Die Verkehrsleistung der Züge betrug ca. 425.000 km pro Jahr.
Während es zunächst von Gera über Leipzig nach Rostock ging, wurde zu Beginn des Winterfahrplans 2006/2007 die Linie zwischen Gera und Leipzig nicht mehr befahren, dafür wurde der Abschnitt Leipzig–Berlin wochentags auf drei Zugpaare verstärkt. Von Sommer 2007 bis Dezember 2014 verkehrten täglich zwei Zugpaare zwischen Leipzig und Berlin, von denen eines nach Rostock-Warnemünde weiterfuhr.
Darüber hinaus betrieb Veolia noch zwei weitere InterConnex-Linien mit dem InterConnex 2: Dresden – / Zittau – Berlin – Stralsund (– Binz) und dem InterConnex 3: (Neuss –) Köln – Rostock. Letzterer wurde allerdings nur vom 4. Juni 2003 bis 27.Oktober 2003 betreiben, war aber der bis dahin längste InterConnex Fernverkehrszug, der in 12 Stunden die 912 km Strecke bewältigte.
Der letzte InterConnex-Zug Leipzig-Rostock ist eng mit Neubrandenburg verbunden. Denn in den ersten Jahren kamen hier Talent-Triebzüge der Ostmecklenburgischen Eisenbahn (spätere Ostseeland-Verkehr OLA) zum Einsatz – natürlich auch mit Personal aus der Region. Zumeist waren es zwei Triebzüge, als Verstärker kam freitags bis montags wegen starker Nachfrage auch ein dritter Talent zum Einsatz. Ab 2006 wurden schließlich sechs-Wagen-Garnituren mit einer Lok der Baureihe 146 im Regeldienst eingesetzt.

Nun ist der InterConnex Geschichte. Nach Aussage der Veolia-Verkehr Geschäftsführung ist der Zug nicht mehr wirtschaftlich vertretbar. Als Gründe werden die Öffnung des Fernverkehrsmarktes für die Busunternehmen und die enorm hohen Trassenpreise der Bahn AG angegeben. Immerhin musste das Unternehmen pro Hin- und Rückfahrt jeweils 1700 Euro Trassengebühr abdrücken. Beide Faktoren, so Veolia, hätten zur Einstellung geführt. Nicht angesprochen wird dabei, dass sich das Unternehmen in ganz Mecklenburg-Vorpommern vom Verkehr auf der Schiene verabschiedet hat. Die Rede ist davon, dass sich die OLA auf Konzernweisung nicht mehr an den Ausschreibungen beteiligen durfte, was Quasi das Todesurteil für das hierzulande beliebte Unternehmen bedeutete ...

Am 29 Juni 2002 verlässt der Interconnex geführt von Triebwagen 0003... Am vorletzen Betriebstag des Interconnex 3 (Neuss - Köln – Rostock)... Am 8. Oktober 2004 haben hat der Interconnex bestehend aus drei Talent... Drei Talent-Triebwagen sind am 15. Januar bei Waren (Müritz) unterweg... 146 519 der Regiobahn Bitterfeld Berlin schiebt am 04. August 2007 den... 146 522 wurde mit Vollreklame für den Interconnex versehen und erreic... 146 521 fährt gerade am 01. April 2008 mit dem Interconnex in Waren (... 146 520 der Regiobahn Bitterfeld Berlin schiebt am 28. April 2008 den ... Am 13. Dezember 2014 hat für den Interconnex die letzte Stunde geschl... Auf Lok und Steuerwagen des Interconnex wurden zum Abschied extra Schi...

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